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West Korsika
Le Grand Valinco

Le Grand Valinco ist für die Kenner europäischer Literatur zum Begriff geworden: Der Schriftsteller Prosper Mérimée hat diese Gegend in seiner romantischen Novelle "Colomba" im 19. Jahrhundert für die Nachwelt verewigt. Noch heute kann man sich in diese Zeit zurückversetzen, zwischen prähistorischen Kultstätten und Schlossruinen aus der Feudalzeit die Ursprünge Korsikas erfühlen.

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Propriano
Propriano Die Stadt Propriano hat sich in den letzten 20 Jahren von einer Hafen- und Arbeiterstadt zu einem bedeutenden touristischen Zentrum Korsikas entwickelt. Der Golf von Valinco bietet für Urlauber wirklich herrliche Sandstrände und kleine Badebuchten.
Der Hafen von Propriano wird sowohl von Marseille als auch von Sardinien aus angelaufen und bietet zudem vielen Segel- und Motoryachten einen sicheren Anlegepunkt an der Westküste.


Le Haut Taravo
Le Haut Taravo Das grüne Taravo Tal lebte lange Zeit im Rhythmus der Ernten, der Weinlese und dem Sammeln der Kastanien. Typische Handwerkskünste sind noch heute gefragt und aktiv: In Olmeto gibt es dazu extra einen Rundgang der alten Berufe - Parcours des Vieux Métiers, für Ausflüge mit dem Auto kann man der Route des Sens Authentiques folgen und in den kleinen Manufakturen noch sehen, wie Tabakpfeifen, Messer, Keramik und lokale Spezialitäten hergestellt werden.

Eine Besuch lohnt sich aber auch in einem der zahlreichen Thermalbäder. Schon die Römer nutzten die heißen Quellen von Baracci, Caldane, Guitera und Tacana. Zwischen der Entspannung im Thermalbad, der Abkühlung im Flüsschen Fiumicicoli und dem Sprung ins türkisblaue Wasser der See, bietet das Valinco noch weitere Aktivitäten: Klettern, Angeln im Fluss und Reitwanderungen. Und nicht zu vergessen: Hier beginnen zwei Weitwanderwege: Der Mara a Mare Sud und der Mare e Monti Sud.

Diese Gegend ist reich an historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten. Zur Besichtigung stehen der Turm von Campomoro aus dem Jahre 1583, der sich über einen besonders wilden Küstenabschnitt erhebt. In Olmeto steht das Haus der Colomba Bartoli et Fazzano, in dem einst eine fürchterliche Blutrache ihren Ausgang nahm und die dann den Schriftsteller Prosper Mérimée zu seinem Roman "Colomba" inspirierte. Das imposante Wehrhaus von Foce ist ein herrlicher Aussichtspunkt über den gesamten Golf von Valinco.
Davon nicht weit entfernt lädt auch noch die romanische Kirche L'Annunziata in Santa Maria, versteckt zwischen Olivenbäumen, zu einer Besichtigung ein. Aus der Zeit der Genueser stammt eine der schönsten alten Brücken Korsikas in Spin'a Cavallu. Wer alte Adelssitze liebt, besichtigt das Schloss Istria in Sollacaro und das Rocca di Valle in Olmeto.

Aus vorgeschichtlicher Zeit sind einige magische Orte erhalten: Palaggio mit seinen Reihen aus 250 Menhiren - I Santari de Cauria, der Dolmen von Fontanaccia und das wunderschön gelegene Filitosa mit seinen Menhiren, Nuraghen und Museum.

Aus dem Valinco kommen gute A.O.C. Weine. Um Besuchern eine Anzahl an ausgezeichneten Weinen und Attraktionen rund um den Wein zu bieten, haben sich die Weingüter der Region zu einer "Weinstraße Valinco" zusammengeschlossen. In den zahlreichen Ölmühlen wird gutes korsisches Olivenöl gepresst und angeboten. Auf der Speisekarte typischer Gerischte finden sich der Brucciu, Pulenta, die Wurst aus Tasso, süsses Feingebäck und natürlich Fisch und Meeresfrüchte.


Le Sartenais
Le Sartenais Sartène, die alte Stadt der Feudalherren, hoch über dem Tal des Taravo und dem Golf von Valinco hat in Mérimées Werk einen herausragenden Titel bekommen: Die korsischste aller korsischen Städte. Hier in der Terra dei Signori erheben sich die hohen Fassaden der Häuser mit ihren dicken Mauern aus Granit wie Festungen und erzählen eindrucksvoll die Geschichte von Sartène. Die Place de la Libération lädt zum gemütlichen Verweilen in typischen Strassencafés, das Altstadtviertel Santa Anna mit seinen verwinkelten Gassen und die Kirche Sainte-Marie sind eine Besichtung wert.
Leider ist das archäologische Museum z.Z. immer noch geschlossen und die Einblicke in die frühe Geschichte Korsikas, die das Musée de la Préhistoire Corse eigentlich gewähren sollte, bleiben eine Erwartung für die Zukunft.

Am Karfreitag ist die Altstadt Kulisse der beeindruckenden Prozession des U Catenacciu - des Angeketteten. Ein Büßer in einer roten Kapuzenkutte nimmt den Passionsgang Christi auf sich. Er trägt ein 30 kg schweres Kreuz und schleift an den Füssen eine schwere Kette hinter sich her. Eine unvergessliche Atmosphäre und ein Zeichen tiefer, leidenschaftlicher Religiosität.


Pianottoli-Caldarello
Pianottoli-Caldarello Das knapp 850-Seelen-Dorf Pianottoli-Caldarello liegt wenige Kilometer nordwestlich von Bonifacio und wird der korsischen Mikroregion "l'Extrême Sud" zugerechnet. Der Ort und das Gemeindegebiet gehören zwar dem Arrondissement Sartène an, sind aber auch eng mit dem Canton Figari verbunden. Bis 1864 wurde das Dorf Caldarello der Gemeinde Zérubia in den Bergen Richtung Aullène und Zonza zugeordnet. Im Jahr 1921 wurde Caldarello dann mit Pianottoli zu einer neuen, größeren Gemeinde, dem heutigen Pianottoli-Caldarello, zusammengeschlossen.

Überragt wird die herrliche Landschaft von der Spitze des „Omu di Cagna“, die auch vom nördlichsten Zipfel Sardiniens aus zu sehen ist. Bekannt ist das Gebiet aber vor allem aufgrund des wunderschönen Granitfelsen "Löwe von Roccapina" und der „Punta di Ventilegne“. Naturfreunde lieben die Region weil der „Réserve Naturelle des Bruzzi“ ein autenthisches Landschaftsbild und viele schöne Wanderungen bietet. Das charmante Pianottoli-Caldarello ist nicht nur ein malerisches, altes korsisches Dorf. Es besitzt auch eine besonders schöne, mehr als 8 km lange Küstenlinie mit kleinen malerischen Sand- und Felsbuchten. Badestopps lohnen sich am Strand von Arbitro, Chevanu und Saint-Jean. Auch die bekannte Sängerin Mylène Farmer hat sich in diese Gegend verliebt und hier ihren Zweitwohnsitz eingerichtet.


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