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Nord Korsika
Bastia, Le Nebbio, Le Cap Corse et Saint-Florent

Kleine Fischerdörfer, in den Hang geklebte Villages de Montagne, einsame Buchten, herrliche Fernblicke, überwältigende Landschaftsformationen und Küsten kennzeichnen den nördlichen Zipfel Korsikas. Aber auch eine quirlige Departments Haupstadt mit internationalem Flughafen gehört zu dieser Region.

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Saint-Florent und das Nebbio
Saint-Florent und das Nebbio Das kleine Fischerdorf am gleichnamigen Golf hat sich inzwischen zum eleganten Touristenort gemausert. Im Sommer trifft man selbst Prominente beim Pétanque Spielen. Nachts ist der Ort reichlich belebt, und die gemütlichen Terrassen Cafés sind ein beliebter Treffpunkt. Man schlendert gemütlich durch die Altstadt, macht einen Abstecher hoch zur Zitadelle, besichtigt die Kirche Santa Maria Assunta und geniesst den Aperitiv auf der Place des Portes.
Saint-Florent ist der Ausganagspunkt eines Küstenpfades, der sich 40 km an der Côte des Agriates entlangschlängelt und vom Conservatoire du Littoral zum Lanschaftsschutzgebiet erklärt wurde. Das ist schon eine Lanschaft: Felsige Hügel von Macchia überdeckt und von Wildbächen zerfurcht, wenige menschliche Spuren, nur hier und da die verwitterten, grasüberwachsenen Heuschober - die Pagliaghji - und Unterstände der Hirten. Hier herrschen die Elemente Wind und Sonne.

Besonders im Frühjahr verströmt die Macchia alle ihre Düfte entlang der traumhaften Strände von Roya, Lodo und Saleccia.


Cap Corse
Cap Corse Die unverkennbare Form dieser Landzunge zeigt bedeutungsvoll auf das Festland nach Norden und ist ca 40 km lang. Cap Corse ist die Heimat von seeleuten und Fischern. Eine Serpentinen-Strasse führt um die Halbhinsel herum und bietet nach jeder Kurve atemberaubende Aussichten.

Zu entdecken gibt es die kleinen, malerischen Dörfer, oft in die Berghänge geklebt wie Schwalbennester: Nonza - wie aus einer Postkarte ausgeschnitte Romatik - mit seinem Seneca Turm aus der Genueser-Epoche, Centuri mit seinem hübschen kleinen Hafen und kristallklarem Wasser. Zum Wander bietet sich der Zöllnerweg die Küste entlang nach Macinaggio an. Unvergesslich bleibt der weitblick auf die Inselgruppe Finocchiarola mit den Möwen von Audoin. Ein Bad ist gestattet an den Stränden von Sainte Marie und Tamarone.

Auf der Fahrt von Bastia nach Macinaggio kommt man unweigerlich auch durch Erbalunga, dem malerischen kleinen Fischerdorf, das in den dreissiger Jahren von zahlreichen Künstlern gemalt wurde.

Auf dem Besuchsplan sollten ausserdem folgende Orte nicht fehlen:
  • Sisco mit seinen "palazzi americani" , eindrucksvollen Häusern, die seinerzeit von wohlhabenden Korsen erbaut wurden, welche nach Südamerika ausgewandert waren;
  • die Kirche von Tomino mit ihrer herrlichen Sammlung von Votivbildern der Seeleute
  • die romanischen Kirchen Santa-Maria-Assunta in Canari und Saint Michel in Sisco, Meisterwerke aus dem 11. Jahrhundert
  • der Wallfahrtsort Notre Dame de Lavasina, zu dem am 8. September jeden Jahres tausende Gläubige pilgern.
Weinkenner besuchen die zahlreichen Weingüter von Cap Corse und Patrimonio. Aus diesen Anbaugebieten stammen köstliche Rot-, Weiss-, Rosé- und Dessertweine, die sich ihre A.O.C. Prämierung wahrlich verdienen. Am ersten Wochenende im Juli lädt die Region zum Weinfest nach Luri.


Ostriconi Tal
Ostriconi Tal Dort wo der Ostriconi ins Meer mündet, wirft er einen herrlichen weissen Sandstrand auf. Weiter oben am Flusslauf wird noch heute die traditionelle Produktion von Olvenöl betrieben. Zahlreiche Ölmühlen sind zu besichtigen. Hierher stammt die bekannte Qualität "niellaghja". Malerisch liegen die Örtchen Lama unterhalb des Monte Astu und Pietralba am Flusstal. Auf der Speisekarte sollte man die Oliosi, einen trockenen Kuchen mit Olivenöl aus Lama nicht übergehen.

Bastia und La Marana
Bastia und La Marana Die Stadt wirkt auf den Besucher mit diskreter Eleganz: Fassaden mit bunten Fensterläden, hohe Häuser entlang enger Gassen. Über dem Zentrum die alte Festung, von welcher die Stadt ihren Namen ableitet. Im Jahr 1378 von Genuesern gegründet, war Bastia lange Zeit die Inselhauptstadt. Heute befindet sich hier das Zentrum des Départment Hâute Corse.
Bastia ist ein quirliger, bunter Ort. Auf dem Place Saint Nicolas, dem Place du Marchè schlendern und treffen sich die Einwohner. Leicht bummelt es sich vom alten Hafen hin zur Rue Napoléon mit ihren Geschäften und eleganten Boutiquen. Vorbei kommt man dabei auch bei "Mattei" , dem Unternehmen, das den bekannten Aperitiv "Cap Corse" einst kreiert hat. Wer sonntags in der Stadt ist, sollte den Flohmarkt auf dem Place Saint Nicolas nicht verseumen.

In Bastia ist die sakrale Architektur des Barock zu hause. Hier entstanden im 17. Und 18. Jahrhundert Kirchen und Kapellen, die eine Besichtigung lohnen: Die grösste korsische Kirche Saint-Jean-Baptiste, die Kapelle Oratoire de Saint-Roch, die Kirche Sainte-Marie oder die Kapelle Sainte-Croix.

Bastia besitzt zudem schöne Badestrände: Im Norden, vor den Toren der Stadt, gibt es kleine Buchten mit Kieselstränden, im Süden Sandstrände, insbesondere der beliebte Strand von Mariana, der sich entlang des Vogelschutzgebietes, der Etang de Biguglia, erstreckt.

Ein kleiner Ausflug den Berg hinan von Bastia nach Cardo beschert einen wunderschönen Blick aus der Höhe über die Hauptstadt des Départment Hâute Corse , den Bergrücken der ganzen Landzunge und die östliche Küstenline des Cap Corse. Bei normale und guter Fernsicht liegen die Insel Elba und sogar das italienische Festland wie in greifbarer Nähe.

Wichtige religiöse Festtage in Bastia sind
  • das Fest des hl. Josef am 19.März
  • die Prozessionen in der Karwoche
  • das Fest des hl. Antonius am 13. Juni
  • das Fest des hl. Johannes des Täufers am 24. Juni
  • das Fest Maria Himmelfahrt am 15. August


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